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Freitag, 24. Februar 2017

Gigaset GS160 - Smartphone im Test


Gigaset muss ich Euch wohl nicht mehr vorstellen. Als Marktführer von Festnetztelefonen überzeugt das Unternehmen seit Jahrzehnten mit qualitativ hochwertiger Technik und auch wir nutzen schon seit langer Zeit Gigaset-Telefone.

Ende 2015 startete das Unternehmen mit dem Verkauf der ersten Smartphones (Gigaset ME PRO, ME und ME PURE). Während diese 3 im mittleren Preissegment lagen, ist das vierte Smartphone, das Gigaset GS160, ein Einsteigermodell. 

Wir dürfen das Smartphone testen und wollen Euch heute mal die wichtigsten Funktionen und unsere ersten Eindrücke mitteilen.


Im Lieferumfang enthalten sind:
  • 1 Gigaset GS160
  • 1 1A 5V USB Ladegerät
  • 1 microUSB Kabel
  • 1 SIM Karten Adapter 
  • 1 Akku
  • 1 Anleitung


Auf den ersten Blick wirkt das Smartphone auf keinen Fall billig.


Das Display hat mit seinen 5 Zoll eine angenehme Größe, das Gehäuse ist zwar aus Kunststoff, aber sehr sauber verarbeitet. Der silberfarbene Rahmen wertet das Gerät optisch auf.

Durch die abgerundeten Ecken und die leicht gewölbte Rückseite liegt das GS160 sehr gut und sicher in der Hand. Besonders beeindruckend empfinde ich das superleichte Gewicht von nur 139g.

Der austauschbare Akku hat eine Kapazität von 2500mAh. Damit kommt man bei normalen Gebrauch gut über den Tag.


Nimmt man die Rückseite des Smartphones ab, sind außer dem Platz für den Akku noch Steckplätze für 2 SIM-Karten und eine microSD-Karte vorhanden. Der interne Speicher hat 16 GB und kann bis auf 128 GB erweitert werden.


Nicht so prall fällt der Arbeitsspeicher aus, nur 1 GB, mit einem der Top Smartphones mit Sicherheit somit nicht zu vergleichen. Für ein Einsteiger Smartphone jedoch vollkommen in Ordnung.

Absolut überzeugt hat uns der Fingerabdrucksensor. Zwar haben das aktuelle iPhone und das Samsung S7 diesen auch, aber beide Sensoren liegen vorne. Hier liegt der Sensor hinten und genau perfekt positioniert für den rechten oder linken Zeigefinger. Der Sensor funktioniert sehr zuverlässig.
Er kann bis zu 5 verschiedene Fingerabdrücke speichern. Außerdem kann ich das Smartphone so einrichten, dass sich die Kamera bei langer Berührung auf den Sensor öffnet, und drücke ich erneut lange, wird ein Foto geschossen. Oder ich kann darüber Weckrufe ausschalten und Anrufe annehmen.


Das Smartphone teste ich jetzt seit 2 Wochen und mein Samsung S7 habe ich dafür zur Seite gelegt. Die Einrichtung ist - typisch für Android - absolut einfach. Es gibt eine vorinstallierte Hilfe App, in der ist das Handbuch integriert und man kann schnell mal nachschauen. Perfekt für Einsteiger.


Das GS160 hat eine Abschaltfunktion, wofür die nun genau ist, kann ich nicht sagen. Mein Smartphone ist NIE aus. :-) Ich denke, mein Vater, der noch einen herkömmlichen Wecker nutzt, könnte mit dieser Funktion eher was anfangen. Hier kann man einstellen, wann das Handy sich ausschaltet und wann es sich wieder einschaltet.

Interessant finde ich die Smart Features. Man kann einstellen, dass mit einem 3-Finger-Wisch nach unten ein Screenshot gemacht wird. Das funktioniert auch einwandfrei. Die Bewegungsfunktion soll so aussehen: Im Ruhezustand malt man  zum Beispiel ein C auf das Display und eine selbst definierte App öffnet sich. Beim E bin ich fast verzweifelt, bis ich bemerkt habe, dass das Handy ein klein geschriebenes E möchte. Dann klappt auch das Öffnen der App.
Grundsätzlich finde ich die Funktion nicht schlecht, ein nettes Feature. Ich persönlich bin aber schneller, wenn ich mein Handy entsperre und die App suche.


Klar gibt es Unterschiede, wie zum Beispiel die Geschwindigkeit und die Kamera, die natürlich nicht an das Samsung heranreichen. Aber ich habe keine Funktion vermisst. Alle meine Apps (Facebook, WhatsApp usw.) funktionieren einwandfrei. Auch Amazon Prime läuft ohne Ruckler.

Selbst Spiele - getestet wurden Pokémon go und Temple Run - lassen sich damit spielen. Daran hatte ich am Anfang etwas gezweifelt, weil die Ladezeiten doch langsamer ausfallen. Aber es lief alles flüssig. Auch wenn das Gigaset nur ein HD-Touch-Display hat, 1280 x 720 Pixel reichen für normale Ansprüche aus, es ist nichts verpixelt, Helligkeit und Farbwiedergabe sind vollkommen ok.

Das Gigaset GS160 ist ideal für Anfänger. Mein Vater hatte bis letztes Jahr noch ein altes Nokia Handy, muss aber seit einiger Zeit auf Arbeit notgedrungen ein Smartphone nutzen, um seine Arbeitseinsätze zu planen und Mails zu versenden. Bis dahin wusste er nicht, wie das überhaupt funktioniert.

Er fand nun das Gigaset GS160 so schick und besonders den Fingerabdrucksensor toll, dass er mich fragte, ob er das Smartphone nach dem Test bekommen kann. Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, dass er freiwillig (in seiner Freizeit) ein Smartphone möchte. Also habe ich nun eine SIM Karte bestellt und er bekommt das Gigaset. Für ihn ist es ideal. Es hat nicht zu viele Funktionen, ist einfach gehalten und sieht auch noch toll aus.


Über den Kameratest schreibt Antje noch einen gesonderten Bericht, das würde den Rahmen hier sprengen.

 Zum Schluss noch ein paar wichtige Daten zum Gigaset GS160:
  • Fingerabdruck-Sensor mit Multi-Funktionen
  • 13 MP Kamera und 5 MP Frontkamera mit Panorama- und Beauty-Modus, Gestensteuerung
  • Betriebssystem Android™ 6.0 Marshmallow
  • Dual-SIM und separater Micro-SD-Slot (max. 128 GB)
  •  Smart Features: Smart Draw und Gesten-Screenshots
  • 4G LTE-Datenverbindung
  • 1,3 GHz Quad-Core Prozessor mit 1 GB RAM und 16 GB ROM
  • Austauschbarer 2500 mAh Li-Ionen-Akku
  • 5” IPS HD-Touch-Display, 1280 x 720 Pixel
  • Größe: 144 x 72,3 x 9,5 mm 
  • Gewicht: 139g 
  • UVP 149 Euro 
Nächste Woche kommt noch der Blogbeitrag über die Kamera.

Wir bedanken uns herzlich bei Gigaset für die nette Kooperation.










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Viel Glück!

Dienstag, 21. Februar 2017

GLAZ-Displayschutz - Liquid - erst Enttäuschung, dann Überraschung


Seit letztem Jahr besitze ich das Samsung Galaxy S7 Edge. Entschieden habe ich mich dafür unter anderem wegen dem Design. Besonders die abgerundeten Ecken finde ich toll. Leider habe ich bis jetzt noch nicht eine Folie gefunden, die mir gefällt. Entweder wird die Folie immer durch mein Samsung LED Cover nach oben gedrückt, so dass die Glasfolie keinen richtigen Kontakt zum Display hat und das Touch somit träge reagiert oder die Folie sitzt nicht auf dem gesamten Display und die Ecken sind somit nicht geschützt.

Seit Anfang an habe ich keine Folie länger als einige Tage auf dem Samsung und ärgere mich darüber. Denn es wäre fatal, wenn das Display kaputt geht. Ich habe inzwischen schon mindestens 10 verschiedene Folien probiert.

Also habe ich mich noch einmal umgeschaut und bin auf eine Alternative gestoßen. GLAZ Displayschutz - Liquid besteht aus flüssigen Glaskristallen und umschließt synergetisch die Oberfläche meines Samrtphones. Diese Kristalle sollen die Oberfläche dreimal härter machen als normale Schutzfolien. Ein weiterer Vorteil: keine Blasen ... Es stört mich wahnsinnig, wenn die Schutzfolien Blasen werfen. Auch wirkt das Liquid fettabweisend.

Als ich den Karton erhielt, war ich echt überrascht. Ein schönes Design, ich war wirklich erstaunt und hatte eher mit einer ganz kleinen Verpackung gerechnet. Für die Umwelt vielleicht wieder nicht so toll, aber ich bin ehrlich, ich stehe auf schöne Verpackungen. ;-)



Dann habe ich die Anleitung gelesen und war etwas enttäuscht. 36 Stunden Aushärtungsphase, in der ich mein Telefon nicht benutzen durfte. Na ein Glück habe ich gerade ein anderes Smartphone von Gigaset zum testen vor Ort und konnte somit problemlos 36 h verzichten. :-) Es steht aber auch so auf der Homepage, nur hatte ich es mal wieder überlesen.

Als ich das Liquid ausgepackte, fühlte ich mich ehrlich gesagt etwas veräppelt. Ein klitzekleines Tütchen...



Drin enthalten war ein schwarzes Tüchlein, es sah eigentlich aus, wie ein zu feuchtes Brillenputztuch. Kristalle habe ich keine gesehen.

Jens und ich haben es wirklich beide belächelt. Trotzdem trug ich es auf, wie beschrieben.
Erst habe ich das Handy mit dem beiliegenden Alkoholpad gesäubert, danach mit einem normalen Tuch abgewischt, bis kein Staubkörnchen mehr ersichtlich war.
Mit dem Tuch bin ich dann gleichmäßig und langsam über das Display gefahren, dann nach einer Minute mit dem beiliegenden Mikrofasertuch über das Display, so dass alles wieder sauber war.


Nach 36 Stunden habe ich das Handy in die Hand genommen und war eigentlich noch immer nicht überzeugt.
Doch als ich mein Smartphone an den nächsten Tagen genauer betrachtete ist mir aufgefallen, dass gar keine Fingerabdrücke mehr ersichtlich sind. Und tatsächlich, das Display wirkt auch Wochen später noch sehr sauber. Geputzt habe ich es, seit ich den Schutz vor drei Wochen anbrachte, nur einmal die Woche. Sonst mache ich das mindestens jeden Tag einmal mit einem Brillenputztuch. Dafür also schonmal ein großes Plus!


Aber wie teste ich denn nun die Härte des Displayschutzes? Ich überlegte wirklich, was ich denn schreiben kann. Wer lässt schon sein teures Handy mit Absicht fallen?

Ich habe mein Handy aber drei Wochen ohne Handyhülle genutzt, auch wenn ich echt Angst hatte. Ich bin wirklich ein Tollpatsch und mir fällt gern was aus der Hand. Ich schmeiße mein Smartphone auch immer in meine Tasche mit Schlüssen, Portemonaie und viel Krimskram und deswegen benutze ich es auch eigentlich nie ohne Hülle, denn wie schnell kann man sich Kratzer einfangen. Was soll ich sagen - mein Samsung hat die unsanfte Behandlung ohne Kratzer überstanden! Hier also schon ein weiteres Plus.

Das größte Plus jedoch muss ich tatsächlich geben, weil mir mein Handy natürlich doch herunter gefallen ist. Sonst fällt mir das mal auf den Teppich oder vom Sofa nach unten... Macht ja eigentlich nichts, denn ich habe ja sonst eine Hülle. Diesmal ist mir das Smartphone im Supermarkt heruntergefallen... während ich telefonierte... und somit wirklich aus ca. 1,60 Meter Höhe auf den Boden und auch noch ca. 2 Meter weit. Und wie sollte es anders sein, natürlich lag das Display unten. Ich war echt in Panik. Alle Leute um mich herum sind wirklich scheinbar auch vor Schreck erstarrt. Ich musste mich dann echt überwinden das Handy aufzuheben und siehe da: nicht ein Kratzer. Auch kein Riss! Unfassbar!
Jetzt war ich restlos überzeugt. Na klar kann es sein, dass auch ohne GLAZ-Displayschutz nichts passiert wäre, aber so wie es gescheppert hat, kann ich mir das eigentlich nicht vorstellen.

Trotz allem habe ich nach drei Wochen Testphase nun mein Cover wieder angebracht, sicherer fühle ich mich definitiv damit.



Fazit: Auch wenn man das Liquid nicht sieht, scheint es tatsächlich zu wirken. Ich sehe kaum Fingerabdrücke und auch nach drei Wochen ohne Schutzhülle habe ich nicht einen  Kratzer. Einen Sturz auf Fliesen, aus 1,60 Meter Höhe und ca. 2 Meter weit, hat das Galaxy auch überstanden. 

Das Liquid kostet 36,90 €, was wirklich sehr teuer ist. Aber der Schutz hält 1 Jahr, das wiederum finde ich dann vollkommen ok. Für gute Glasfolien bezahle ich meistens ca. 15-20 Euro und erneuere sie nach ca. einem halben Jahr, weil ich irgendwann immer Kratzer oder Blasen habe. Kommt also ungefähr auf das gleiche Geld und das Liquid schützt bis in die kleinste Ecke!
Und wie oben bereits erwähnt, war meine Suche nach einer perfekt sitzenden Folie für mein Samsung eine Katastrophe.

Ich werde den Schutz nach einem Jahr definitiv erneuern, denn für mein Galaxy S7 Edge ist dies die beste Lösung. Ich finde den GLAZ-Displayschutz auch für ein iPhone 6 super, denn dort ist die Folie ebenfalls nicht immer einfach aufzubringen.

Weil auf der Seite nur bestimmte Handys aufgelistet sind, habe ich noch einmal beim Hersteller nachgefragt: das Liquid kann für alle Glas-Displays verwendet werden.

Ich bedanke mich bei GLAZ-Displayschutz für dieses Testprodukt.

Freitag, 17. Februar 2017

Reiskornketten - individualisierbar - Geschenke mit Herz!



Kennt Ihr auch die tollen Reiskornketten, die man meist in südlichen Urlaubsorten irgendwo an den Ständen findet? Ich habe diese schon als Kind geliebt und auch Tessa ist immer wieder fasziniert von diesem kleinen - meist mit dem eigenen Namen - beschrifteten Reiskorn im Anhänger.  Natürlich sage ich da nicht nein, wenn sie als Urlaubsmitbringsel solch eine Kette möchte, erinnert es mich doch auch an meine eigene Kindheit, wo mir auch meine Mutter solch ein Schmuckstück schenkte.

Wir haben uns deshalb sehr gefreut, dass wir uns bei reiskornketten.net 2 Produkte aussuchen konnten. Bis jetzt wusste ich nicht einmal, dass es solche Ketten auch online zu kaufen gibt.  

Das Besondere an reiskornketten.net ist, dass man sich die Ketten individuell zusammenstellen kann, egal ob Lederband oder silberfarbene Kette. Auch gibt es leuchtende Anhänger (gefüllt mit fluoreszierenden Sandkörnern) oder solche, die mit den Farben eines bestimmten Landes gefüllt sind.


Es gibt verschiedene Formen der Glasanhänger, so kann man zwischen der geraden Form, der Zahn- oder Herzform auch Tierformen auswählen.

Für meine Tochter habe ich, passend zur aktuell sehr anstrengenden Zeit (Gymnasium, Pubertät), die Kette "Glückskind" in apricot ausgewählt. Als Text fand ich: "Stay Strong" also "Bleib stark" toll und dazu passend das Unendlichkeitszeichen. Das Zeichen wurde (so mein Wunsch) auf einem 2. Reiskorn gemalt.


Dazu wählte ich den passenden Schlüssel- oder auch Taschenanhänger.


Ich finde die Kette und den Anhänger richtig schön und würde beides auch selbst tragen. Die Idee, mal keinen Namen zu nehmen, fand ich klasse und so wirkt die Kette auch gleich sehr edel und erinnert gar nicht mehr an eine Kinderkette. Der Spruch ist für viele Menschen passend, die gerade eine schwere oder einfach etwas stressige Zeit durchmachen, sei es Krankheit, Verlust, Studium, Schule, Arbeit, neuer Ort...

Die filigranen Blumen sind wunderschön verarbeitet und machen die Ketten zum absoluten Highlight. Gefüllt werden die Anhänger (oder auch Phiole genannt) mit Öl.


Der Schlüsselanhänger kostet übrigens, so wie auf dem Foto, 13,89 € und die Kette mit Anhänger 16,89 €. Beide Preise finde ich absolut in Ordnung, denn die beiden Produkte haben eine tolle Qualität und sehen sehr edel aus. Ich finde, solche individuell gestalteten Ketten sind eine schöne Geschenkidee und ich würde mich selbst auch freuen, so etwas zu bekommen. 

Meine Tochter Tessa ist total begeistert und trägt die Kette inzwischen jeden Tag.



Aktuell hat sie in diesem Jahr zum gefühlten 100sten Mal eine fiese Erkältung ... da passt der Spruch auch irgendwie;-)



 
Übrigens gibt es im Shop eine DIY Seite, da kann man aller erwerben, um solche Ketten selbst herzustellen. Ich finde das ist eine super Idee für einen Kindergeburtstag, Freundinnentag oder einfach, um seinen Lieben ein persönliches Geschenk zu machen. Meine Sorge wäre nur, dass ich bestimmt keinen leserlichen Namen bzw. Spruch auf das Reiskorn bekomme. Dazu braucht man schon eine sehr ruhige Hand - und die habe ich nicht.

Wir danken reiskornketten.net für die nette Kooperation. 
Die beiden Schmuckstücke wurden uns als Testprodukte kostenlos zur Verfügung gestellt.


Montag, 30. Januar 2017

Capri - Tagesausflug ab Ischia


Wenn man schon in der Nähe von Capri Urlaub macht, dann gehört ein Ausflug dorthin ja schon fast zum Pflichtprogramm. Und auch wenn ich mich etwas vor den Touristenströmen fürchtete, die dort täglich mit den Schiffen von allen möglichen Nachbarinseln oder auch vom Festland herangelotst werden, ich wollte nicht darauf verzichten, dieses berühmte Fleckchen Erde kennenzulernen.

  

Von Lacco Ameno aus fuhren wir mit einem kleinen Schiff nach Capri, die Anfahrt dauerte ca. 1 1/2 Stunden. Schon von Weitem konnte man das Panorama der kleinen Insel sehen.

Auf dem Weg nach Capri




Am Hafen (Marina Grande) angekommen, waren wir erst einmal kurz überfordert vom Trubel, der dort herrschte. Von überall kamen Schiffe an, Taxis und Busse warteten darauf, die vielen Touristen zu den Ausflugszielen zu bringen. Boote legten ab zur berühmten Blauen Grotte.
Wir jedoch hatten anderes vor.

Mit der Standseilbahn fuhren wir direkt bis zum Ortskern von Capri, der Piazza Umberto I. Nachdem wir uns einen kurzen Überblick verschafften, entschieden wir uns, das glamouröse Capri später zu erkunden und erst einmal in den ursprünglichen, traditionellen Teil der Insel, Anacapri weiterzufahren. Dazu stiegen wir in einen der Busse ein, kein Vergnügen, denn er war schon früh hoffnungslos überfüllt und die kurvenreiche Strecke hatte es in sich. Ich war jedenfalls froh, als ich aussteigen konnte. Capri und Anacapri trennen nur 3km, mir kam diese Fahrt aber wie eine Ewigkeit vor.

An der Piazza Vittoria endete die Fahrt (Gott sei Dank) und wir schlenderten erst einmal ohne Plan durch die Gassen und verschafften uns einen groben Überblick.

Einkaufsstraße in Anacapri

Alles rund um die Zitrone, neben dem Limoncello auch passende Teller, Schalen, Servietten usw.


Neugierig machte mich dieses rote Gebäude, Casa Rosa. Dass es ein Museum beherbergte, las ich erst durch Zufall, es wird auch kaum in den Reiseführern erwähnt. Das Haus wurde Ende des 19. Jh. von dem amerikanischen Oberst John Lehm Mackowen erbaut und scheint einige Zeitepochen und verschiedene Stile zu vereinen. Der Rundgang dauert nicht lange, sehenswert ist das kleine Museum auf jeden Fall.


Weiter ging es Richtung Villa San Michele, die von dem schwedischen Arzt und Schriftsteller Axel Munthe Ende des 19. Jh. erbaut wurde. Munthe baute diese Villa ohne die Hilfe eines Architekten. Seine Philosophie war, so viel Luft und Sonne wie nur möglich in das Haus zu lassen. Er sammelte zahlreiche antike Kunstschätze und richtete ein Vogelschutzgebiet ein. "Das Buch von San Michele", welches 1929 erschien, wurde in 45 Sprachen übersetzt und ist sein bekanntestes Werk.

Museum Axel Munthe



   




Über Treppen erreicht man die Kapelle von San Michele und von hier hat man den traumhaftesten Ausblick auf Capri und den Vesuv. Die Sphinx ist wohl das bekannteste antike Sammelstück von Munthe. Wenn man einen Wunsch hat, die Augen schließt und drei Finger auf die Flanken der Sphinx legt, soll übrigens der Traum in Erfüllung gehen. Habe ich leider erst nach meinem Besuch gelesen, schade!!!


Park und Garten Villa San Michele
Auch die wunderschöne Park- und Gartenanlage der Villa ist ein Traum, eigentlich könnte man hier ewig verweilen und staunen. Aber wenn man nur einen Tag auf Capri hat, muss man Prioritäten setzen. 


Deshalb gab es auch nur ein Mittagessen in einem Schnellrestaurant, bevor wir uns Tickets für die Seilbahn kauften.


Nach einer ca. 15minütigen, sehr entspannenden Fahrt im Nostalgie-Sessellift, vorbei an Gärten, Wiesen und Weinbergen, erreichten wir den höchsten Punkt von Capri (589m) auf dem Monte Solaro.

 


Da oben wird man mit einer fantastischen 360 Grad Aussicht belohnt.


Besonders faszinierend ist das Panorama mit den Faraglioni, 4 Felsen aus Kalkstein. Sie sind eine der Hauptattraktionen von Capri. In der Antike wurden auf deren Spitzen Leuchfeuer entzündet, damit die Seefahrer die Orientierung behielten und nicht mit anderen Schiffen zusammenstießen.

Blick vom Monte Solaro auf die Faraglioni
Nach ca.1 Stunde fuhren wir wieder hinab, es führt auch ein wunderschöner Wanderweg hinunter, leider lief uns aber die Zeit davon.

Aus Zeitmangel verzichteten wir auch auf eine Fahrt zur Blauen Grotte, darüber waren wir uns aber schon vorher einig. Hier werden täglich Massen von Menschen in eine Grotte geschleust, die in einem wunderschönen Blau schimmert. Dort ist man aber nach höchstens 5 Minuten wieder draußen, weil schon die ganzen anderen Boote auf Einlass warten. Wartezeiten bis zu 2 Stunden sind wohl keine Seltenheit.

Cabriolets sind bequemer als überfüllte Busse auf Capri

Unten in Anacapri angekommen habe ich mich standhaft geweigert, in einen der überfüllten Busse zu steigen. Oder sagen wir mal, ich wollte sowieso sehr gern mit einem Cabrio fahren (Was kostet die Welt?) und das machten wir dann auch. Bessere Fotos hab ich leider nicht....
Vor lauter Freude habe ich dem Taxifahrer dann auch als Haltestelle den Hafen genannt, um dann unten festzustellen, dass wir ja nun wieder mit der Standseilbahn hoch zur Piazza Umberto I fahren müssen. Denn jetzt wollten wir uns doch noch auf Capri umsehen.


Hier findet man eine riesige Anzahl an edlen Modeboutiquen und Luxusläden, die Preise waren natürlich heiß, aber schauen kostet ja nichts.


Kleine Gassen und absolute Ruhe - auch das gab es auf Capri.

Chiesa di santo Stefano - eine eher schmucklose Kirche im Zentrum
Päuschen mit einem Campari auf der Piazza Umberto I.
Auf der Piazza Umberto I schlägt das Herz von Capri. Eigentlich ist es ein eher winziger Marktplatz. Doch hier herrscht den ganzen Tag Trubel. Zahlreiche Cafés und Lokale laden zum Verweilen ein.


Einen Campari und Espresso später mussten wir dann schon wieder mit der Standseilbahn Richtung Hafen fahren. Wie gern hätte ich getreu dem alten Lied "Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer vesinkt" diesen schönen Sonnenuntergang gesehen, leider verlassen die Touristenschiffe die Insel schon eher.


Aber wir freuten uns auch, als wir wieder im Hafen von Lacco Ameno (Ischia) landeten und ließen den Abend in unserem Hotel gemütlich bei gutem Essen und einer Flasche Wein ausklingen.


Ich bin im Nachhinein froh, diesen Ausflug auf eigene Faust unternommen zu haben. So konnten wir in Ruhe, ohne laufend auf die Uhr zu schauen, die für uns schönsten Sehenswürdigkeiten Capris aufsuchen. Die Insel ist nur 11km² groß und bietet trotzdem so viel, eigentlich bräuchte man mehrere Tage, um sie richtig kennenzulernen. Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen, ich würde mich freuen.

Meine Reiseberichte über Ischia und unsere Ausflüge von dort findet Ihr hier: klick
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