6 Tage Amsterdam im Mai – Tag 4
Rijksmuseum, Grachtenfahrt, Tulpenmuseum, Anne Frank Haus

Jetzt wird es aber mal Zeit, endlich unsere letzten Urlaubstage in Amsterdam aufzuschreiben, bevor die Erinnerung an die wunderschönen Erlebnisse mit meiner jüngsten Tochter Wencke und meiner Enkelin Tessa noch mehr verblassen. Und während ich hier schreibe und Bilder ansehe… da könnte ich sofort wieder losfahren!

Also hier Tag 4 unserer tollen Städtereise:

Das Wetter meinte es heute wieder gut mit uns und so starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück in unserer schönen Ferienwohnung gutgelaunt Richtung Museumsviertel.

Dort besuchten wir zuerst das Rijksmuseum.

Hier wird die Geschichte der Niederlande vom Mittelalter bis zur Gegenwart auf beeindruckende Weise dargestellt.

In dem prachtvollen Gebäude sind über 8000 Exponate ausgestellt, unter anderem das Selbstporträt von Van Gogh und das riesige Gemälde von Rembrandt „Die Nachtwache„. Der Besuch dieses Museums lohnt sich auf jeden Fall.

Plant unbedingt genügend Zeit ein, ich hätte einen ganzen Tag allein darin verbringen können, die Ausstellung geht über 3 Etagen und ist einfach so überwältigend. Das ist eines der besten Museen, welches ich je besuchte. Neben den Werken der alten Meister haben uns besonders die uralten Puppenhäuser, die riesige Sammlung an Delfer Porzellan und die wunderschöne Bibliothek beeindruckt.

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Kleiner Tipp: es gibt eine sehr informative und praktische App für Smartphones, damit spart man sich die 5,- für den Audioguide (Kopfhörer dazu wären gut).

Der Eintritt für dieses Museum war in der I’m Amsterdam Card enthalten, genau wie die anschließende

Grachtenfahrt,

die natürlich zu einem Amsterdam-Besuch dazu gehört.  Wie praktisch, dass die Boote unter anderem genau gegenüber vom Rijksmuseum ablegten.

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Eine gute Stunde fuhren wir durch die Amsterdamer Grachten, vorbei an vielen schönen Häusern und prachtvollen Villen, unter zahlreiche Brücken hindurch und am Hafen entlang. Das Wetter war ein Traum, die Sonne schien und so machte diese Fahrt natürlich richtig gute Laune.

Anschließend bummelten wir wieder durch die Straßen, verweilten im Außenbereich eines kleinen Restaurants mit diesem herrlichen Blick auf die Prinsengracht, eine der schönsten Grachten überhaupt.

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Ganz in der Nähe befindet sich das Tulpenmuseum,

eine kleine aber sehr feine Ausstellung. Wer sich für die Geschichte der Tulpe interessiert, der erfährt hier wirklich viel Wissenswertes rund um die schönste Blume Hollands. Der Eintritt dieses Museums ist auch in der I’m Amsterdam Card enthalten, kostet sonst 5 Euro, die Familienkarte 10 Euro.

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Immer wieder faszinierend der Blick aufs Wasser, auf die vorbeiziehenden Boote und natürlich auch auf die Hausboote. Viele von ihnen werden an Touristen vermietet, wenn ich noch einmal nach Amsterdam komme, dann würde ich gern auch mal so wohnen.

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Am späten Nachmittag besuchten wir noch das Anne-Frank-Haus,

welches sich ebenfalls in der Prinsengracht befindet. Der Eintritt ist nicht in der I’m Amsterdam Card enthalten, die Tickets müssen zwingend vorher online gelöst werden, ein Zeitfenster wird vorgegeben, denn das Interesse an dem Museum ist rieisg.

Der Weg durch das Haus ist gespickt mit vielen Filmen, Tonaufnahmen (Interviews) mit Zeitzeugen und immer wieder Auszügen aus Annes Tagebuch, beeindruckend, bedrückend, zutiefst berührend!

Man sollte jeden rechts orientierten Jugendlichen mal in das Hinterhaus führen, in dem Anne mit ihrer Familie und Freunden 2 Jahre lang untertauchte, bis man sie entdeckte. Am 4. August 1944 wurden Anne Frank und ihre Familie verhaftet und nach Auschwitz deportiert, Anne und ihre Schwester starben kurz vor Kriegsende entkräftet im KZ, nur ihr Vater überlebte.

  Bildquelle: Wikipedia

„Ich wandere von einem Zimmer ins andere, laufe treppab und treppauf und fühle mich wie ein Singvogel, dem roh die Flügel ausgerissen wurden und der in völliger Dunkelheit gegen die Gitterstäbe seines engen Käfigs stößt. Nach draußen, Luft und Lachen!‘, schreit es in mir. Ich antworte nicht einmal mehr, lege mich auf ein Sofa und schlafe, um die Zeit, die Stille und auch die schreckliche Angst zu verkürzen, denn abtöten kann ich sie nicht.“

„Oh ja, ich will nicht umsonst gelebt haben wie die meisten Menschen. Ich will den Menschen, die um mich herum leben und mich doch nicht kennen, Freude und Nutzen bringen. Ich will fortleben, auch nach meinem Tod.“

(Auszüge aus Annes Tagebuch)

Annes Tagebuch wurde in über 70 Sprachen übersetzt und 2009 von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen. Außerdem wurde es mehrfach verfilmt. Es ist eines der eindrucksvollsten Dokumente der Zeitgeschichte – möge ihr Andenken und das aller anderen Kriegsopfer für immer bewahrt bleiben!

Da es schon spät war und wir nach diesem Museums-Besuch auch keine Lust mehr auf Jubel, Trubel, Heiterkeit hatten, fuhren wir direkt in unsere Unterkunft. Wencke überraschte uns noch mit einem leckeren Abendessen und dann fielen wir auch schon müde in unsere Betten.

 

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1 Kommentare

  1. Wunderschöne Einblicke und ich bekomme direkt Lust auf Amsterdam. Aber bald geht es erstmal nach Italien für einige Tage. Ich freu mich schon auf ein paar Tage Auszeit aus dem Alltag. Hoffe, es geht deiner Tochter in Neuseeland gut. Aber die Bilder auf Instagram sprechen ja für sich. Da kann man auch direkt neidisch werden. Liebe Grüße

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