Pflaumenmus aus dem Backofen – Oma Claras Rezept

Pflaumenmus aus dem Backofen

Wenn die Pflaumenbäume voller lila Früchte hängen, dann verabschiedet sich der Sommer und der Herbst klopft leise an! Kaum zu glauben, denn wir haben hier heute immer noch 26 Grad, der Altweibersommer zeigt sich von seiner besten Seite und ich hoffe, auch der Herbst bringt uns noch viele schöne Tage.

Früher im Garten von meiner Oma und meinen Eltern, da wurde zu dieser Jahreszeit reichlich geerntet und eingeweckt. Apfelmus, Apfelsaft, Apfel- und Birnenkompott und natürlich Pflaumenmus.

Oma kochte Pflaumenmus übrigens in riesigen Mengen

gemeinsam mit der Nachbarin im großen Waschkessel der Waschküche. In Gemeinschaftsarbeit rührten Oma und die Nachbarin die Masse stundenlang, damit ja nichts anbrennt und ständig musste Holz oder Kohle nachgelegt werden, weil sonst das Feuer unter dem Kessel ausging. Das fertige Pflaumenmus wurde in Steinguttöpfen im Keller aufbewahrt. Oben drauf kam ein Bogen Pergamentpapier, in Rum getränkt, damit sich bei der Lagerung kein Schimmel bildet. Ich kann mich noch genau an den unfassbar tollen Geschmack erinnern, wenn wir Kinder das noch warme Pflaumenmus mit frischem, selbstgebackenem Brot probieren durften.

Heute habe ich nach vielen Jahren mal wieder Pflaumenmus nach Omas Rezept gekocht, jedoch in kleiner Menge im Backofen und ohne Rühren – sehr praktisch!

Pflaumenmus aus dem Backofen – Oma Claras Rezept

  • 3 kg Pflaumen
  • 400 – 800g Zucker (nach Geschmack und nach Süße der Früchte)
  • 1 EL Essig
  • 2 frische Walnüsse mit grüner Schale (wenn vorhanden)
  • 3 Stangen Zimt oder 2 TL Zimtpulver
  • 6 zerstoßene Nelken
  • 10 Pflaumenkerne
  • 2 EL Rum

Die Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und in einen großen Topf oder Bräter schichten. Zwischen die Schichten den Zucker (fangt mit 400g an, man kann immer noch nachsüßen), den Essig, den Rum, die Walnüsse, die Zimtstangen und in einem Baumwollbeutel (ich nehme Teebeutel) die zerstoßenen Nelken und die Pflaumenkerne geben. Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht ziehen lassen.

Nun die Masse bei 160 Grad ca. 4 – 5 Stunden im Ofen backen, dabei unter keinen Umständen gleich umrühren, sonst muss man ständig rühren damit nichts anbrennt. Die Tür vom Backofen kann man einen kleinen Spalt geöffnet halten, dann ist die Flüssigkeit schneller verdunstet. Erst zum Schluss, wenn die Pflaumen schon fast fertig eingekocht sind, sollte man alles umrühren, dann zerfallen die Früchte.

Jetzt abschmecken ob das Mus süß genug ist, sonst noch ein wenig Zucker beigeben. Die Walnüsse, Zimtstangen, Pflaumenkerne und Nelken entfernen. Ich habe es noch mit dem Stabmixer ein wenig püriert, wäre eigentlich aber nicht nötig gewesen.

Wenn das Mus die richtige Konsistenz hat, heiß in saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

Ich musste übrigens auf die grünen Walnüsse verzichten, weil ich keine hatte, es geht natürlich auch ohne. Bei meiner Oma gehörten die aber immer dazu. 

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10 Kommentare

  1. Da musste ich doch gleich mal lesen kommen, denn ich liebe Pflaumenmus! Das mit den Walnüssen kannte ich nicht. Mir dauert Mus immer zu lange, deshalb habe ich mich auf Marmelade beschränkt, die aber auch sehr lecker geworden ist. Liebe Grüße zum Wochenende!

  2. das ist ja ein interessantes Rezept meine Liebe! mir war bisher gar nicht bewusst, dass man auch auf diese Art Marmelade kochen kann – klingt auf jeden Fall sehr gut und muss ich mir für das nächste verregnete Wochenende vormerken 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  3. Ich bin ja ein großer Fan von Pflaumen und Pflaumenkuchen, deshalb muss ich Dein Rezept auch unbedingt mal ausprobieren. Vielen dank dafür 😉

    Liebst, Elisa

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