Google+ Wie finden wir es ??? : 6 Tage in Paris - mein Reisebericht geht weiter (Teil 3)

Samstag, 27. Februar 2016

6 Tage in Paris - mein Reisebericht geht weiter (Teil 3)


Schon lange wollte ich meinen Reisebericht über unsere Parisreise (Juli/August 2015) fortsetzen. Aber nach den schlimmen Anschlägen in Paris war da viel zu viel Entsetzen und Traurigkeit, um über unseren schönen Urlaub zu berichten. Es hat sich einfach falsch angefühlt. Auch jetzt fällt es mir schwer, unbeschwert und voller Freude zu schreiben.... Aber andererseits sind wir mit so vielen positiven Eindrücken nach Hause gefahren, das haben die Pariser und ihr Land nicht verdient, dass der Terrorismus unser Bild von dieser traumhaften Stadt so verfälscht! 



Nach dem Besuch im Disneyland Paris gönnten wir uns am nächsten Tag eine Big Bus Tour durch die Stadt. Als Inhaber der Paris Pässe konnten wir uns die kostenlosen Tickets in der 11 Avenue de l'Opera Paris abholen, dazu fuhren bis zur U-Bahn Station Pyramides. Etwas umständlich fanden wir es schon, viel einfacher wäre es, wenn man die Karten gleich mit dem Paris Pass bekommt. Nun ja, wenigstens hatte ich diesen Hinweis gelesen, viele andere Touristen versuchten an den verschiedenen Haltestellen direkt mit dem Pass einzusteigen und waren wenig amüsiert, quer durch Paris fahren zu müssen, um erst einmal die Tickets abzuholen.


Diese Hop-on Hop-off-Tickets kann man für 1 oder 2 Tage kaufen und sie sind auch in vielen anderen Städten der Welt eine gute Gelegenheit, in kürzester Zeit bequem und ohne Stress zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Dabei entscheidet man selbst, wo man aussteigen will und wie lange man an einem Ort bleibt, denn die Busse fahren häufig und man steigt dann einfach wieder in den nächsten oder übernächsten ein, um die Besichtigungstour fortzuführen. Es gibt 2 Routen, wir wählten zuerst die Classic-Route.

Der Audio-Guide (in 11 Sprachen) versorgte uns mit vielen spannenden Informationen.



Unser erster Haltepunkt war die Kathedrale Nortre Dame, deren gewaltige Ausmaße wirklich imponieren. Man kann sich kaum sattsehen an diesem riesigen Bauwerk mit seinen vielen Figuren, Vorsprüngen und den Türmen, die uns durch den Film "Der Glöckner von Notre Dame" irgendwie doch sehr vertraut vorkamen.


Notre Dame bietet Platz für ca. 10.000 Menschen und das ist wirklich gigantisch! 
  
   

Witzig waren die vielen Tauben auf dem Vorplatz, die waren so zahm (oder träge), dass man sie fast streicheln konnte:-)


Danach bummelten wir etwas an der Seine entlang und schauten uns die Angebote der Bouquinisten an. Diese Buchhändler gehören zum Weltkulturerbe der Unesco. Seit einigen Jahrhunderten prägen sie das Stadtbild mit. Heute gibt es über 200 von ihnen.
Die Stadtverwaltung versucht, die Tradition zu wahren. Sehr genau wählt sie neue Buchhändler aus. Manche Bewerber warten deshalb Jahre auf eine Zusage. Trotzdem können die Händler nicht allein von alten Büchern oder Kunstdrucken leben und so wird ihnen inzwischen auch erlaubt, einen Teil ihrer Verkaufsfläche mit Ansichtskarten und Souvenirs zu bestücken. Die Verkaufsstände sind abschließbare grüne Kästen, die links und rechts der Seine über eine Länge von 3km verteilt sind.




Mit dem Bus ging es weiter, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten, hier der Arc de Triomphe und die Prachtstraße Champs-Élysées.



Nach einigen Stationen erreichten wir den Haltepunkt Opéra Garnier und beabsichtigten eigentlich, dieses wunderschöne Gebäude von innen zu besichtigen. Leider war das zu dem Zeitpunkt nicht möglich, wir konnten nur den Eingang betreten. Sehr schade! Wir sollten später noch einmal wiederkommen, aber das haben wir dann zeitlich nicht geschafft. Das Gebäude ist in Wirklichkeit kein Rondell, das ist eine Spielerei mit der Weitwinkelfunktion der Canon PowerShot SX710 HS.



Also gingen wir zu Fuß weiter zu Galeries Lafayette, dem wohl berühmtesten Kaufhaus in ganz Frankreich. Schon wegen der architektonischen Highlights dieses traditionsreichen Gebäudes ist der Besuch ein absolutes Muss. Die Glaskuppel im Jugendstil ist der Hingucker schlechthin, aber auch sonst macht einen der viele Prunk und Glanz fast etwas ehrfürchtig! Bei uns blieben dann tatsächlich das Portemonnaie zu und der Mund offen! Wow!


Irgendwann kam dann der kleine Hunger und wir besuchten eine Filiale von Paul, das ist eine traditionsreiche französische Bäckerei-Kette, hier kann man neben frischen und reichlich belegten Baguettes und Sandwiches, Kuchen und Gebäck auch ein relativ preiswertes, aber sehr gutes Mittagsmenü bekommen. Zum Schluss kauften wir noch eine Tüte Mini-Berliner - köstlich, wenn auch nicht typisch französisch:-)


Gut gestärkt fuhren wir mit dem Bus weiter, diesmal wählten wir die Montmatre-Tour.


Nahe dem legendären Moulin Rouge stiegen wir aus und spazierten eine schmale Straße hinauf Richtung Sacré-Cœur, eine der von Touristen meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Paris. Dabei kamen wir an unzähligen Souvenirständen vorbei. Schon von weitem erkennt man die weiße Kirche, die zumindest teilweise im römisch-byzantinischen Stil erbaut wurde und  mich auch sofort an die Hagia Sophia in Istanbul erinnerte. Bei strahlend blauem Himmel offenbarte sich die "Zuckerbäckerkirche" in ihrer ganzen Schönheit - eine Augenweide für alle Touristen!


Die zahlreichen Treppen kann man natürlich hochlaufen - muss man aber nicht, links neben den Treppen führt ganz bequem eine Standseilbahn herauf und da auch diese Tickets beim  Paris Pass inklusive sind, sparten wir uns den Fußmarsch nach oben.

 


Die Aussicht ist atemberaubend - Paris lag uns wieder zu Füßen - und wir machten es den Parisern und Touristen gleich, wir saßen auf den Treppenstufen und genossen lange dieses besondere Flair.




Natürlich haben wir uns die Kirche auch von innen angesehen, da sie am späten Nachmittag aber wirklich brechend voll war, sind wir ziemlich schnell wieder hinausgegangen. Sehenswert ist sie auf jeden Fall.



Wir schlenderten langsam wieder vom Montmatre zur Bushaltestelle und beendeten unsere Rundfahrt an der Haltestelle Opéra Garnier.


Inzwischen war der Abend angebrochen und wir beschlossen, den Sonnenuntergang auf einem weiteren Aussichtspunkt zu bewundern.

 

Im Stadtteil Montparnesse steht das 210 Meter hohe Bürogebäude Tour Montparnesse. Es ist nach dem Eiffelturm eines der höchsten Bauwerke der Stadt und in der 56. Etage gibt es eine öffentliche Aussichtsetage mit Restaurant. Auf dem Dach in der 59. Etage befindet sich eine zusätzliche Aussichtsplattform, die man über Treppen erreicht. Für Touristen, die den Paris Pass besitzen, ist das Ticket wieder inklusive. Der Fahrstuhl ist der schnellste in Europa, die Fahrt bis in den 56. Stock dauert nur 38 Sekunden. 
Wir besuchten das 360° Café, wo wir auf Barhockern direkt vor den Panoramascheiben die gigantische Aussicht genossen. Außerdem ist hier eine sehr interessante Dauerausstellung mit 185 Archivbildern über Paris zu finden und zahlreiche interaktive Bildschirme, die besonders von Kindern dicht umlagert waren.



Hier z.B. sieht man den Cimetière Montparnasse, einen der 3 größten Friedhöfe von Paris.



Wir konnten dann auch noch einen wunderschönen Sonnenuntergang auf der Dachterasse beobachten und das mit Blick auf den Eiffelturm, Herz was willst Du mehr! 


Schaut doch mal auf die Website von Tour Montparnesse, dort gibt es viele schöne Bilder und Videos, die ist wirklich sehenswert!



Nach dieser Tour waren wir alle so müde, dass wir nur noch schnell in der Metro bei Starbucks Getränke und in einer Boulangerie (Bäckerei) frische Baguettes kauften und im Hotelzimmer dann nach dem Imbiss und einer Dusche ziemlich schnell einschliefen - Großstadtpflaster schlaucht ganz schön;-) Tessa ist hier übrigens mit ihrer neuen Baskenmütze zu sehen, die sie sich als Souvenir ausgesucht hat.
Bald geht es weiter, mit dem 4. Tag, alle meine bisherigen Reiseberichte, auch über Paris findet Ihr hier:  http://www.wiefindenwires.de/p/blog-page.html

Kommentare:

  1. danke für die wundervollen impressionen!
    liebe sonntagsgrüße!

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  2. Oh wie wundervoll!
    Die Bilder sind einzigartig!
    Ich wünsche eine wunderbare Woche,
    Liebe Grüße

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    1. Ach Heike,dabei blieb die Spiegelreflex im Hotelzimmer, etwas ärgere ich mich jetzt darüber, aber ich hatte auch keine Lust, nur mit dem Fotorucksack durch die Stadt zu laufen.

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  3. Auch hier nochmal dankeschön <3 Danke hatte viel Spaß beim Feiern bis mein Handy durch einen Trottel kaputt ging =/

    Ein toller Reisebericht und super Bilder =)
    In Paris war ich glaub 3x, einmal in Verbindung mit Disneyland, 1x mit der Schule und 1x so. Eine schöne Stadt, aber irgendwie nicht so ganz meins :D Ich weiß auch nicht warum *lach*, wobei ich den Eiffelturm liebe. Lg

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  4. Wirklich beeindruckende Informationen und wundervolle Bilder! Ich war vor einer Ewigkeit mal in Paris und erinnere mich sehr gerne daran. Allerdings fand ich die Franzosen sehr deutsch-unfreundlich damals, aber vielleicht hat sich das ja inzwischen geändert. Ich würde trotzdem wieder hinfahren. Liebe Grüße

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    1. Das habe ich so oft gelesen, dass die Franzosen unfreundlich wären, das war fast meine größte Angst! Aber ich weiß nicht, lag es am schönen Wetter? Die Pariser waren alle so freundlich, wir können gar nichts negatives sagen.

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  5. Hallo Antje, ich hatte ein bisschen Gänsehaut beim Anschauen. Ich war zwar noch nie in Paris, aber ich mag die Architektur so sehr. Und einfach das Flair, welches auch von Deinen Bildern her rüberkommt. Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend. Liebe Grüße Jana

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    1. Jana, die Architektur ist wirklich sooooo toll und teilweise einzigartig und es gibt noch sooooo viel zu entdecken - muss da noch mal hin!

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  6. Oh ja Volltrottel beschreibt diesen Typen wirklich gut.
    Ich hoffe sehr, dass man noch was retten kann. Lg

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